Blutorangen-Bakewell-Tarte {Blutorange / Pistazie / Mandel / Vanille}

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Bakewell-Tarte ist ein englisches Gebäck, das als "Pudding" bezeichnet wird. Es besteht aus einem Mürbeteig, der traditionell mit einer Mandelmasse und Gelee gefüllt wird. Das Original habe ich ein bisschen abgewandelt und ihm mit Pistazien einen frühlingshaft gründen Akzent verliehen. Statt Gelee habe ich Blutorangenfilets auf die Mandelmasse gelegt. Die Blutorangen machen das Gebäck wunderbar saftig.   

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Das Rezept für den Mürbeteig stammt natürlich wieder von der wundervollen Peggy Porschen und ist mit Zitrone verfeinert. 

Zutaten für den Boden

  • 400g Mehl Typ 405
  • 200g feiner Zucker oder Rohrohrzucker
  • 200g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl abgeriebene Zitronenschale

Zutaten für die Bakewell-Füllung

  • 100g Butter
  • 125g Zucker
  • 2 Eier  
  • 75g gemahlene Mandeln
  • 50g gemahlene Pistazien
  • 25g Mehl
  • 1/2 Tl Vanilleextrakt

Zutaten für die Vollendung

  • Filets von 3-4 Blutorangen
  • 1 Tl Puderzucker

Zubereitung  

Für die Tarte verwende ich meine rechteckige Tarteform von 11x35cm und lege den Boden der Form mit Backpapier aus. Für den Mürbeteig die Butter schmelzen und zusammen mit dem Zucker und dem Ei verrühren. Mehl, Salz und Zitronenabrieb in einer separaten Schüssel vermischen. Die feuchten und die trockenen Zutaten nun rasch vermengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Das klappt sehr gut mit einem Teigschaber und anschließend mit den Händen. Den Teig in Folie gewickelt für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Für die Tarte verwende ich später nur die Hälfte des Teiges. Aus dem Rest backen wir meist Kekse, die das Kuchenkind heiß und innig liebt. Alternativ bereitet ihr nur die Hälfte des oben beschriebenen Rezeptes zu.

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Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und den gut gekühlten Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Boden und Rand der Form mit dem Teig auskleiden, der Boden sollte dabei nicht zu dick werden. Den übrigen Teig wie oben beschrieben verwenden.

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Für die Füllung die Orangen filetieren und etwas abtropfen lassen. Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker schaumig rühren und die Eier nach und nach gründlich untermixen. Nun die trockenen Zutaten mit einem Teigschaber unterheben und die Füllung auf dem Mürbeteigboden verteilen. Die Orangen auf die Mandelmasse legen und die Tarte im vorgeheizten Ofen für ca. 20 Minuten backen. Die Tarte anschließend bei 175°C Unterhitze für weitere 10 Minuten fertig backen. 

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Die Tarte auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren. Lasst es euch schmecken und habt eine gute (Kuchen-)Zeit! 

Eure Tine

Vollwertiger Blutorangen-Hupf

Die Sonne scheint :) Blutorangen-Hupf

Die Sonne scheint :) Blutorangen-Hupf

Eine meiner liebsten Obstsorten sind Blutorangen. Was für mich den Unterschied zu klassischen Orangen ausmacht, kann ich dabei gar nicht so genau sagen ... die Farbe und der etwas herbere Geschmack vielleicht? Mein Herz macht jedenfalls jedes Jahr einen kleinen Luftsprung, wenn ich sie zum ersten Mal in einem Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt entdecke. In den folgenden Wochen kaufe ich Netze voller Blutorangen – kein anderes Obst zieht von einem strahlenderen Lächeln begleitet und in diesen Mengen in unseren Haushalt ein. Leider ist die Blutorangen-Saison aber VIEL zu kurz! Und noch einen Wunsch hätte ich: Dass nämlich mehr "Blut" in den Orangen ist, denn einige Exemplare haben lediglich ein paar rote Sprenkel – viel zu wenig für meinen Geschmack.

Blutorangen-Hupf mit dem Saft und der Schale von frischen Blutorangen

Blutorangen-Hupf mit dem Saft und der Schale von frischen Blutorangen

Das Glück über die diesjährige Saison muss ich unbedingt mit einem kleinen Kuchen feiern. Passend zu unserer momentanen Ernährung ist es ein vollwertiger Blutorangen-Hupf ohne raffinierten Zucker, nur mit ein wenig Agavendicksaft. Soooo aromatisch und lecker! Aber probiert selbst ...

Zutaten

  • 2 große Eier 
  • 60g Agavendicksaft  
  • 1 Tl Vanillepulver
  • 100ml Öl
  • Saft von 2 Blutorangen
  • Schale von einer Bio-(Blut-)Orange
  • 50g gemahlene Mandeln  
  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 1 Tl Backpulver  

Zubereitung

Eine kleine Gugelhupf-Form fetten und mit Mehl ausstäuben. Den Backofen auf 175° Umluft vorheizen. Die Eier mit dem Agavendicksaft schaumig rühren. Das Volumen sollte sich mehr als verdoppelt haben und die Masse weißlich sein. Gegebenenfalls 1-2 El heißes Wasser zugeben.

vollwertiger Blutorangen-Hupf

vollwertiger Blutorangen-Hupf

Saftige Blutorangen machen den Hupf herrlich frisch und saftig

Saftige Blutorangen machen den Hupf herrlich frisch und saftig

Das Vanillepulver und das Öl sowie den Saft der Blutorangen und die Orangenschale hinzufügen. Dabei den Handrührer oder die Küchenmaschine etwas zurückschalten, denn die Masse wird recht flüssig und kann leicht in der Küche herumspritzen. Zum Schluss die Mandeln, das Mehl und das Backpulver vorsichtig mit einem Teigschaber unter die Eiermischung haben und alles in die vorbereitete Backform füllen. Den Gugelhupf für ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe).

Den fertigen Kuchen kurz in der Form und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Wer nicht unbedingt auf Zucker verzichten möchte, kann den Kuchen mit etwas Puderzucker dekorieren. Ich habe diese Mal auf einen Guss oder eine Glasur verzichtet und das kleine Küchlein ganz pur serviert.

Ein vollwertiger Genuss, guten Appetit!

Ein vollwertiger Genuss, guten Appetit!

Guten Appetit und lasst euch den Süden schmecken. Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine